die nicht so bekannt sind aber dennoch sehr spezielle und heilsame Wirkungen haben können.
Calophyllum Inophyllum gehört zur Familie der Guttiferea und ist ald Baum von geringerer Größe an fast allen Küsten des indischen und Pazifischen Ozeans heimisch. Die Blätter von C. Inophyllum sind einfach strukturiert und zäh. Die zweigeschlechtlichen Blüten in Traubenform sind achs- oder gipfelständig. Die kugelförmigen Früchte von ungefähr 38 mm Durchmesser enthalten in ihrem Kern einen Samen ohne Eiweiß in den großen Keimblättern. Aus dieser Samenmandel wird das Öl hergestellt.
Von den polynesischen Kulturen als heiliger Baum verehrt, wurde C. Inophyllum in den Tempelalearen gepflanzt und das Holz des Baumes diente zur Herstellung von religiösen Statuen und Figuren. Bei allen Völkern, die den Baum kennen, spielt C. Inophyllum eine große Rolle in deren pharmazeutischem Erfahrungsschatz. Dabei lassen sich weitgehende Übereinstimmungen in der Anwendung erkennen, selbst wenn die Kulturen dieser Volker sehr unterschiedlich sind. Die Tahuas, die Heiler in Tahiti, nutzen seit jeher die frischen Blätter zur Behandlung von Hauterkrankungen wie Nesselausschläge, Ekzemen etc. Das mit Hilfe sehr einfacher Extraktionsmethoden aus den Samenmandeln gewonnene Öl dient ihnen zur Behandlung von Narben, Krampfadern, Fisteln, Brandwunden und als Einreibung gegen Ischias, Rheuma und Gelenkschmerzen. Die indischen Ayurveda-Ärzte verwenden C. Inophyllum gleichermaßen in ihren medizinischen Präparationen. Im 19.Jahrhundert behandleten die Kolonialärzte Lepraläsionen mit dem C. Inophyllum Öl in Form einer durch Ehtylierung der Fettsäuren injizierbaren Lösung. In der kreolischen Medizin wurde auch das aus dem Stamm gewonnene Harz unter der Bezeichnung "Resine des Tacamaca" für die gleichen Anwendungen genutzt.
Die kaltgepreßten Samenmandeln enthalten zu 40 + 6ß% ein braungrünes Öl, das zwischen 14 und 20% Harze enthält, die sich durch Lavagen mit absolutem Alkohol oder Essigsäure isolieren lassen. Diese harze enthalten Thymol, Terpene, Terpenalkohol und Benzoesäure. Das von diesen harzen gereinigte Öl wird gelb undklrat, es ist fast geruchlos. Die medizinische Anwendung des Öls ist so alt wie generell.
Für die Körperflege bietet sich dieses besondere und seltene Öl besonders für sehr empfindliche und allergische Haut an. |